Gemeinsam für die Laga

Im Jahr 2026 soll die nächste Landesgartenschau in Grefrath stattfinden. Dafür haben sich Gemeinde, Gemeindewerke und der EisSport & EventPark beim Bürgerspaziergang stark gemacht und die Bürger nach ihren Ideen gefragt. 


Hoch hinaus ging es mithilfe der Gemeindewerke Grefrath beim Bürgerspaziergang, der die Grefratherinnen und Grefrather für die  Bewerbung zur Landesgartenschau begeistern sollte. Ende Juni hatte die Gemeindeverwaltung um Bürgermeister Stefan Schumeckers unter dem Motto „Grefrath kann LAGA“ zur Bürgerbeteiligung in den Schwingbodenpark eingeladen. Zahlreiche Menschen waren gekommen. Ebenfalls mit von der Partie: die Gemeindewerke und der EisSport & EventPark. Ihr gemeinsames Ziel: für das große Event werben und die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung fragen.

Das Wetter spielte mit und ermöglichte einen entspannten Familientag im und um den schönen Park, der – wenn die Bewerbung glückt – die zentrale Fläche einer Landesgartenschau 2026 werden könnte. Um sich diese in Gänze ansehen zu können, hatten die Gemeindewerke ihren Teleskop-Mast mitgebracht, der normalerweise die Gemeindewerke- und Bauhof-Mitarbeiter bis zu 22 Meter in die Höhe bringt, damit sie zum Beispiel Stromleitungen unter die Lupe nehmen. Drei Gewinner freuten sich über eine Ballonfahrt und den tollen Ausblick – gesponsert von den Gemeindewerken.

Grefrath bietet gute Mischung für die LAGA

Eine wichtige Rolle im LAGA-Konzept spielen neben dem Schwingbodenpark auch das angrenzende Freibad, der EisSport & EventPark, das Niederrheinische Freilichtmuseum rund um die Dorenburg und das ehemalige Nato-Gelände. Aber nicht nur. „Grefrath im Kreis Viersen“ soll sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2026 ebenso bewerben, und damit sind auch die Nachbarkommunen im Boot. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Viersen hat dazu von der „ift Freizeit- und Tourismusberatung“ und den „RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten“ eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen.  

Die Planer sind optimistisch, dass die Mischung aus LAGA-Ausstellungsfläche und den guten Sport- und Freizeitangeboten viele Menschen in den Kreis locke. In Oedt soll ein Schwerpunkt auf den Themen Umweltbildung und Natur sowie Vernetzung mit der Niers liegen.

Begeisterung in Grefrath ist groß

Die beiden Bürgerbeteiligungen haben gezeigt, dass die Begeisterung für die LAGA unter den Grefratherinnen und Grefrathern groß ist. Auch die Nachbarkommunen ziehen mit. Acht weitere Städte und Gemeinden des Kreises Viersen haben sich mit rund 20 Projekten eingebracht.

Die Veranstaltung könnte sich positiv auf den Tourismus auswirken. Außerdem würde die Gemeinde, wenn Grefrath Ausrichter wäre, einen Investitionszuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen und höchste Förderpriorität bei weiteren Projekten – mit Förderquoten von 50 bis 90 Prozent – erhalten. Dann wären Sanierungen beispielsweise des Grefrather Freibads oder der Ausbau von Radwegen im Kreis Viersen mit Unterstützung des Landes möglich. Die Planer sind überzeugt, dass die LAGA der Region viel bringe könne: Es seien unter anderem Vernetzungen und  Modernisierungen möglich, regional und überregional bedeutsame Sport- und Freizeiteinrichtungen könnten attraktiver werden sowie neue Sport- und Bewegungsangebote für Jung und Alt würden entstehen.  

Beschlossene Sache: „Grefrath kann LAGA!“

Im August beschloss der Grefrather Gemeinderat mit großer Mehrheit: Grefrath kann LAGA! Die Bewerbung muss nun bis zum 1. November eingereicht werden. Dann heißt es Daumen drücken. Bürgermeister Stefan Schumeckers hofft sehr auf einen Zuschlag für Grefrath. Aber schon der Prozess zur Bewerbung habe der Gemeinde geholfen, ihre touristischen Stärken in den Blick zu nehmen und diese weiter auszubauen. „Auch die Zusammenarbeit von Gemeinde, Gemeindewerken und EisSport & EventPark als Teile des ‚Konzerns Gemeinde Grefrath‘ haben wir in diesem Prozess ausgebaut. Daran wollen wir so oder so unbedingt weiter arbeiten“, so Schumeckers.