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So wird die Albert-Mooren-Halle fit für die Zukunft

Apr. 23, 2026

Alfred Brinkmann, zuständig für Städte­bauförderung ISEK für Oedt, Katrin Lichtenstein, Stabsstelle Kommunale Projektplanung, und Bürgermeister 
Stefan Schumeckers (v.l.) sind sich sicher: Die neue Halle wird allen Erwartungen gerecht.

Die Albert-Mooren-Halle in Oedt wird aktuell umfassend saniert. Noch bis etwa Mitte 2027 werden sich die Arbeiten hinziehen. Die Suche nach einem Restaurantpächter soll aber bald schon beginnen.

Bis sich die Türen der Albert-Mooren-Halle wieder für Gäste öffnen, ist noch viel zu tun. Aktuell macht das Innenleben einen etwas tristen Eindruck. Gemeindeverwaltung und Gemeindewerke arbeiten gemeinsam mit der morgenEnergie daran, die wichtige Veranstaltungsstätte in Grefrath auf einen zeitgemäßen Stand der Technik und Gebäudeenergetik zu bringen. Die Energie-Expertinnen und -Experten der morgen-Energie haben die Planungen von Beginn an eng begleitet.

Die neue technische Ausstattung, Heizung und Lüftung, soll ein gutes Raumklima auf allen Etagen bieten und zugleich Energie einsparen. Die Gemeindewerke betreuen die Heizungsanlage im Rahmen eines Contracting-Vertrags. Sie besteht aus zwei Wärmepumpen, die die Halle auf Temperatur bringen – auch in kalten Monaten. Für Spitzenlasten steht zur Absicherung noch ein Gasbrenner bereit. Auf dem Dach der Halle ist eine Photovoltaikanlage geplant. Der Strom soll direkt in der Halle genutzt werden, Überschüsse gehen ins örtliche Stromnetz. Auch die umfangreichen Abbrucharbeiten im Inneren sind mittlerweile abgeschlossen. Der nächste Schritt: die Installation der Haustechnik. Drei zentrale Gewerke – Lüftung, Heizung/Sanitär sowie Elektro – konnten im November vergeben werden. Damit soll es bald losgehen.

Ein Saal für die gesamte Gemeinde Grefrath

Das Bürgerhaus aus den 1970er Jahren mit Gastronomie, Saalbetrieb und großer Bühne bietet vielseitige Möglichkeiten für kulturelle und gesellige Veranstaltungen. Ob Karnevalssitzung, Jugendtheater oder Jahreshauptversammlungen – unterschiedlichste Gruppen der Gemeinde nutzten den Saal für ihre Events. Dank der Proberäume, Kegelbahnen, des Schießstands und kleinen Saals war die Albert-Mooren-Halle auch regelmäßiger Treffpunkt zahlreicher Vereine und Gruppen. Und genau das soll die Halle nach der Sanierung auch wieder werden: ein Ort für alle Menschen in Grefrath.

Ein Fokus: Barrierefreiheit

Damit das gelingt, lag bei den Planungen ein wichtiges Augenmerk auf der Barrierefreiheit. Alle Bereiche – inklusive der Kellerräume – werden künftig barrierefrei zugänglich sein. Das gilt auch für die komplett erneuerten WC-Anlagen. Im Saal soll eine Scherenbühne den Auf- und Abbau bei Veranstaltungen erheblich erleichtern.

Der Verein „Älterwerden in der Gemeinde Grefrath“ wird sogar eigene Räume bekommen. Die Chöre können sich künftig auf mehr Platz im Proberaum freuen und die Kegelclubs die Bahnen wieder nutzen, auch wenn eine umfangreiche Sanierung der Kegelbahnen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen soll.

Restaurant in Grefrath soll neu verpachtet werden

„Mit dieser Sanierung machen wir die Albert-Mooren-Halle fit für die Zukunft, damit sie unseren Vereinen und Kulturgruppen sowie für das gesellschaftliche Leben noch lange zur Verfügung steht“, sagt Bürgermeister Stefan Schumeckers. Eine Modernisierung des Restaurants ist ebenfalls geplant, und deshalb möchte die Gemeinde rasch eine neue Pächterin oder einen neuen Pächter suchen. „Wir werden zeitnah eine Ausschreibung veröffentlichen“, sagt Alfred Brinkmann vom Bauamt der Gemeinde Grefrath, der das Projekt koordiniert. „Die Idee ist, dass wir der neuen Pächterin oder dem neuen Pächter die Gelegenheit geben möchten, eigene Wünsche und Anforderungen in die Küchengestaltung einfließen zu lassen.“

Die Sanierung der Albert-Mooren-Halle wird im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) gefördert. Die Gesamtkosten für das Projekt sind mit 6,2 Millionen Euro kalkuliert. Aus der Städtebauförderung erhält die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 3,9 Millionen Euro. Die bisherigen Ausschreibungen sind weitgehend erfolgreich verlaufen, sodass der Kostenrahmen zurzeit eingehalten wird. Weitere Gewerke – unter anderem Fenster – stehen aber noch aus. Und wann gehen nun die Türen der AMH wieder auf? Nach aktuellem Stand ist die Fertigstellung der komplett modernisierten Halle für Mitte 2027 vorgesehen.