Super Kombi: Wärme und Strom

Die Technik ist in aller Munde. Eine Brennstoffzelle beheizt Räume besonders energie­effizient. Und dabei produziert sie auch gleichzeitig Strom. Eine Förderung vom Bund erhöht die Attraktivität dieser Technik. Das Erdgas gibt's von den Gemeindewerken. 


Brennstoffzelle – haben Sie schon einmal davon gehört? Es ist eine moderne Art des Heizens. Denn Brennstoffzellen wandeln Erdgas in Wasserstoff um und erzeugen so Wärme und Strom gleichzeitig. Beides kann im eigenen Haus genutzt werden. Der Vorgang wird auch als „kalte Verbrennung“ bezeichnet, da es keine klassische Verbrennung durch Motoren oder Turbinen wie in Kraftwerken gibt. Wegen des hohen Effizienzstandards fallen die Heizkosten mit einer Brennstoffzelle besonders niedrig aus. Womit wir bei den Zahlen wären: Die Anschaffung einer Brennstoffzellenanlage ist verhältnismäßig teuer, rund 23.800 Euro (zzgl. Kosten für die Installation) kommen schnell zusammen. Da die Anlagen sehr energieeffizient arbeiten, wird der Kauf in Wohngebäuden vom Bund bezuschusst. Die Förderung wurde zum 1. Februar erhöht, ist zudem einfacher geworden und gilt nicht nur im Bestandsbau, sondern auch im Neubau. Übrigens: Für den Energieeinsatz gibt es einen Teil der Energiesteuer zurück.



Neben dem Reiz des Neuen muss sich eine solche Anlage irgendwie auch rechnen. Aber für seinen Kunden habe es sich gelohnt, so André Holtmanns, einer der Firmeninhaber von Schommer + Holtmanns aus Grefrath. „Eine solche Anlage ist für Ein- oder Zweifamilienhäuser sinnvoll. Natürlich muss man sich vorab den Verbrauch ansehen.“ Individuelle Beratung für die optimale Planung einer neuen Heizungsanlage gehört also dazu. Das passende Erdgas gibt es von den Gemeindewerken Grefrath.  

Brennstoffzellen-Pioniere  


Der Betrieb aus Grefrath hat eine der ersten Brennstoffzellen in der Gemeinde eingebaut. Auch wenn sie bereits viel Erfahrung mit dem Thema Kraft-Wärme-Kopplung, also die gleichzeitige Produktion von Wärme und Strom, mitbringen, war der Einbau dieser neuen Technik für die Experten doch reizvoll. Und nicht nur für sie. „Für unseren Kunden war es wichtig, mal etwas ganz anderes auszuprobieren, was nicht jeder hat“, berichtet Holtmanns. 

Planungszeit einkalkulieren 


Schommer + Holtmanns arbeitet mit dem Unternehmen SenerTec zusammen, Hersteller von Blockheizkraftwerken bis 20 kW elektrischer Leistung für Gewerbe- und Privatgebäude. Für dessen Brennstoffzelle, den Dachs 0.8, habe sich der Gesamtbetrag der Förderung von 9.300 auf insgesamt 11.200 Euro erhöht, so das Unternehmen.



Ein bisschen Planungszeit sollte man beim Kauf einrechnen. Denn, so gibt André Holtmanns zu bedenken, bei einer Förderung muss man zunächst den Zuwendungsbescheid abwarten. Daher empfiehlt er, sich bei einer alten Heizung frühzeitig beraten zu lassen und nicht zu warten, bis das alte Modell den Geist aufgibt.  


Kontakt

Wer sich die Brennstoffzelle einmal ansehen möchte oder weitere Beratung wünscht, wendet sich gern an:


Schommer + Holtmanns GmbH & Co. KG,

Am Weidenbusch 11 in Grefrath

Telefon: 0 21 58 / 48 37
E-Mail: info@hsheizung.de

Die KfW gibt einen Zuschuss von bis zu 34.300 Euro je Brennstoffzelle. Alle Infos unter: www.kfw.de