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Gemeinsam geht mehr in Grefrath

Sep. 24, 2026

Dank des neuen Modells "Energy Sharing" können künftig noch mehr Menschen von lokal erzeugtem Sonnenstrom profitieren – auch ohne PV-Anlage auf dem eigenen Dach.

Sie können künftig auch ohne eigene Solaranlage vom Sonnenstrom profitieren. Wie das geht? Mithilfe des Mieterstrommodells – auch in Grefrath.

Hinter dem Mieterstrommodell steckt folgende Idee: Auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses produziert eine Photovoltaikanlage Strom. Diesen können die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebäudes direkt nutzen. So profitieren auch Mieterinnen und Mieter von günstigeren Strompreisen und lokal erzeugtem Sonnenstrom.

Je nach Gebäude und Betreiber gibt es verschiedene Mieterstrommodelle. Manche Wohnungsunternehmen betreiben die Anlage selbst. Häufig übernehmen auch Energiedienstleister, Stadt- oder Gemeindewerke Planung, Betrieb und Abrechnung. So bleibt der Aufwand für Eigentümerinnen und Eigentümer gering, während die im Haus wohnenden Menschen den lokal erzeugten Solarstrom nutzen.

Mit gesetzlicher Grundlage

Seit dem 1. Juni 2026 ist das sogenannte Energy Sharing gesetzlich verankert: Das Energiewirtschaftsgesetz macht das Energy Sharing nun auch offiziell möglich. Dann kann Strom aus PV-, Wind- oder Biogasanlagen erstmals über das öffentliche Stromnetz mit Nachbarinnen und Nachbarn, Mieterinnen und Mietern oder sogar ganzen Quartieren geteilt werden – und das über Gebäudegrenzen hinweg. Voraussetzung dafür: Erzeuger und Verbraucher sind im selben Netzgebiet angeschlossen und beide verfügen über sogenannte intelligente Messsysteme. Dabei handelt es sich um moderne digitale Zähler, die auch die Solarstromeinspeisung verarbeiten können.

Erste Projekte in Grefrath angelaufen

Die Idee ist überzeugend: Mehr Menschen sollen von regional erzeugtem Solarstrom profitieren – auch ohne PV-Anlage auf dem eigenen Dach. Allerdings steht die technische Abwicklung des Energy-Sharings noch am Anfang. Es fallen weiterhin Netzentgelte und die meisten gesetzlichen Umlagen an. Das begrenzt die wirtschaftlichen Vorteile. Zudem werden wichtige technische und organisatorische Standards erst im Laufe des Jahres 2026 festgelegt. Deshalb rechnen Fachleute zunächst vor allem mit Pilotprojekten, bevor sich das Modell in größerem Umfang etablieren kann.

Auch bei uns in Grefrath wächst das Interesse. Die Nachfrage nach Mieterstrom steigt kontinuierlich. Ein erstes Projekt im Lieferkettenmodell für zwei Mehrfamilienhäuser läuft bereits. Wir setzen dabei auf eine moderne Messlösung, die eine effiziente Abrechnung ermöglicht.

Interesse? Sprechen Sie die Fachleute der Gemeindewerke an!

Das Potenzial für eine dezentrale und bürgernahe Energieversorgung ist groß. Wenn Sie dieses nutzen möchten, kommen Sie doch gern mit uns ins Gespräch. Mehr unter: gemeindewerke-grefrath.de